In Ihrer Liegenschaft wurden elektronische Heizkostenverteiler montiert, die nach DIN EN 834 und der Heizkostenverordnung geprüft und zugelassen sind.
Die meßtechnische Besonderheit dieses stichtagsprogrammierbaren Gerätes liegt darin, daß es trotz der 1-Fühler-Konzeption in der Lage ist, die Dynamikunterschiede zwischen einem beheizten Heizkörper und einem durch Fremdwärme (z. B. Sonneneinstrahlung) erwärmten Heizkörper zu unterscheiden.
Das bedeutet, bei Heizkörperfühlertemperaturen unter 27 °C erfolgt keine Zählung, bei Temperaturen über 33 °C geht das Gerät von Heizbetrieb aus und registriert einen Verbrauch in Abhängigkeit von der Temperaturdifferenz zwischen Heizkörperoberfläche und Raum (Festwert Raumtemperatur von 20 °C). Bei Fühlertemperaturen zwischen 27 °C und 33 °C ist entscheidend, welcher Temperaturverlauf in der kürzeren Vergangenheit vorlag: Langsamer Temperaturanstieg = keine Zählung (kein Heizbetrieb) Schneller Temperaturanstieg = Zählung (Heizkörper in Betrieb)
Um insbesondere im Sommer Anzeigen ohne Heizbetrieb zu vermeiden darf die Heizkörpertemperatur nicht über 33 °C ansteigen. Sollten jedoch geringfügige Ablesewerte bei Überschreitung von 33 °C Heizkörperoberflächentemperatur auftreten, berücksichtigen Sie bitte, das diese elektronischen Heizkostenverteiler eine solch große Auflösung haben, daß der Wert einer Einheit ca. EUR 0,05 – EUR 0,15 beträgt.
Wenn während der Heizperiode ein Gerät auch bei abgestelltem Heizkörper einen geringen Verbrauch anzeigt, kann dies weiterhin folgende Ursachen haben:
Thermostatventile schließen nicht richtig. Trotz abgestellter Ventile kann warmes Wasser in den Heizkörper einfließen
Bei abgestellter Vorlaufpumpe, aber laufender Heizung (Warmwasserversorgung) kommt es zu thermischer Zirkulation. Bei offenen Heizkörperventilen steigt die Wärme dabei vom Kessel über die Leitungen zum Heizkörper.
Die Frostschutzsicherung der Heizkörperthermostate läßt bei niedrigen Raumtemperaturen (6 °C – 10°C) trotz abgestellter Ventile geringe Mengen warmen Wassers durch die Heizkörper fließen. Insbesondere bei in der
Baulänge kleinen Heizkörpern (Bäder, Küchen, Flure) überträgt sich die Wärme von der Heizkörperanbindung trotz geschlossener Ventile und es kommt zu einer ständigen geringen Übertemperatur zwischen Heizkörper und Raum.
Zu nah am Heizkörper stehende Wärmequellen (Waschmaschinen, Herd, Elektroheizungen usw.) können den Heizkörper auch über 33 °C hinaus erwärmen.
In all diesen Fällen beginnt der elektronische Heizkostenverteiler zu zählen, da der Heizkörper Wärme abgibt. Jedoch sind die angegebenen Werte, wie oben erwähnt, in der Regel so gering, daß die Jahresabrechnung kaum betroffen wird.
Treten am Gerät Störungen, Unplausibilitäten oder Defekte auf, wird dies anstelle der K-Stufe (K 26) durch "Error" angezeigt. Weiterhin berücksichtigen Sie bitte, daß die Geräte nach dem System der "Einheitsskala" arbeiten, d. h. alle Heizkörper besitzen Geräte mit der gleichen Kodierstufe 26, die dem B-Faktor "1" entspricht. Der Verbrauchs-wert wird bei der Abrechnung ermittelt und ergibt sich jeweils aus der Multiplikation des jährlichen Ablese-wertes x dem tatsächlichen B-Faktor, der auf Ihrer Ablesequittung ausgedruckt ist.










