fu28_detailIn Ihrer Liegenschaft wurden elektronische Heizkostenverteiler installiert, die nach EN 834 und Heizkostenverordnung zugelassen sind.

Berücksichtigen Sie bitte, daß es sich bei Heizkostenverteilern nicht um Meßgeräte handelt, die die verbrauchte Wärme in physikalischen Einheiten messen, sondern um Verteilergeräte, die, wie der Name schon sagt, jeweils nur den Anteil am Verbrauch aller Heizkörper einer Liegenschaft ermitteln.

 

Der A+S Heizkostenverteiler System 1851 arbeitet im Bereich von 20-32 °C Heizkörperoberflächentemperatur als Zweifühlergerät. Das bedeutet, es erfolgt nur dann eine Anzeige, wenn die Heizkörperoberflächentemperatur in den Sommermonaten (30. 04. - 26. 09.) mindestens 4°C und in den Wintermonaten (27. 09. - 29. 04.) mindestens 2°C über der Raumtemperatur liegt. Erreicht die Heizkörperoberflächentemperatur 32°C, arbeitet das Gerät bestimmungsmäßig als Einfühlergerät und registriert eine Wärmeabgabe des Heizkörpers, abhängig von der Differenz zwischen Heizkörperoberflächentemperatur und einer festen Raumtemperatur von 20°C. Diese Konzipierung der Einschaltwelle ist erforderlich, um Manipulation des Gerätes durch Wärmestau zu verhindern.

Da diese Temperatur von 32°C ohne Inbetriebnahme eines Heizkörpers relativ selten überschritten werden kann, kann es auch kaum zu einer Anzeige des Meßgerätes kommen.

Sollten jedoch geringfügige Verbrauchseinheiten bei Überschreitung von 32°C Raumtemperatur auftreten, berücksichtigen Sie bitte, daß diese elektronischen Heizkostenverteiler eine solch große Auflösung haben, daß der Wert einer Einheit ca. 0,05 - 0,15 EUR beträgt.

Eine Anzeige des Gerätes infolge Fremdwärmebeeinflussung, eventuell auch durch starke Sonneneinstrahlung in den Sommermonaten, kann nur verhindert werden, wenn darauf geachtet wird, daß die Heizkörperoberflächentemperatur dadurch nicht über 32°C steigt.

Wenn während der Heizperiode ein Gerät auch bei abgestelltem Heizkörper einen geringen Verbrauch anzeigt, kann dies weiterhin folgende Ursachen haben:

Thermostatventile schließen nicht richtig. Trotz abgestellter Ventile kann warmes Wasser in die Heizkörper einfließen
Bei abgestellter Vorlaufpumpe, aber laufender Heizung (Warmwasserversorgung) kommt es zu thermischer Zirkulation. Bei abgestellter Pumpe und offenen Heizkörperventilen steigt die Wärme dabei vom Kessel über die Leitungen zum Heizkörper.
Die Frostsicherung der Heizkörperthermostate läßt bei niedrigen Temperaturen trotz abgestellter Ventile geringe Mengen warmen Wassers durch den Heizkörper fließen.
Zu nahe am Heizkörper steht eine Wärmequelle (Waschmaschine, Herd, Elektroheizung usw.)
In all diesen Fällen beginnt der elektronische Heizkostenverteiler zu zählen, da der Heizkörper Wärme abgibt. Jedoch sind die angegebenen Werte, wie oben erwähnt, in der Regel so gering, daß die Jahresabrechnung kaum betroffen wird.

Weiterhin berücksichtigen Sie bitte, daß die Geräte nach dem System der "Einheitsskala" arbeiten, d. h. alle Heizkörper besitzen Geräte mit der gleichen Bewertung, Codierstufe K 26, die dem B-Faktor "1" entspricht. Der Verbrauchswert wird bei der Abrechnung ermittelt und ergibt sich jeweils aus der Multiplikation des jährlichen Ablesewertes x tatsächlichem B-Faktor, der auf Ihrer Ablesequittung ausgedruckt ist.

Infomaterial

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