Wie plant A+S ihre Termine?

Die Terminplanung kann mit Bus-Fahren verglichen werden

Möchte man günstig von A nach B gebracht werden, so geben die Verkehrsbetriebe vor, wann und wo man sein muss, um mitgenommen zu werden. Die Busfahrer:innen können sich natürlich nicht nach einzelnen Fahrgästen richten, d. h. die Ankunftszeiten verschieben oder die Route für einen Fahrgast ändern. Gefallen Kund:innen diese Abfahrzeiten und Routen nicht, so steht es ihnen frei, ein Taxi zu bestellen. Die Taxifahrer:innen werden sich nach ihren Wünschen richten und Ihnen ihre Kosten entsprechend am Ende selbstverständlich in Rechnung stellen.

Die A+S-Arbeits- / Terminplanung

A+S hat einen Vertrag mit den Hauseigentümer:innen abgeschlossen, der besagt, dass A+S ihre Arbeiten effizient und kostengünstig in Sammelterminen erledigt. Diese Termine gibt A+S entsprechend bekannt und übernimmt auch fast immer die Benachrichtigung der Nutzer:innen.

Diese Arbeiten / Termine und die entsprechenden Fahrtrouten werden von den zuständigen A+S-Mitarbeiter:innen langfristig geplant. Nach A+S-Vorgaben stehen sie unter dem Druck, ihre zugewiesenen Arbeiten innerhalb von einer Woche zu verplanen, die Wohnungsnutzer:innen rechtzeitig zu informieren und das mindestens 8 bis 16 Tage vorher und alle Arbeiten innerhalb von drei Wochen in dieser Liegenschaft zu erledigen.

Die A+S-Mitarbeiter:innen haben also gar nicht die Möglichkeit, in einem 10-Familienhaus alle Nutzer:innen mit dem von ihnen gemachten Termin zufrieden zu stellen. Sie können aber auch nicht von Haus zu Haus springen, genauso wenig wie Busfahrer:innen die Routen oder Abfahrzeiten frei bestimmen können.

Für die Fälle, wo es nicht möglich ist beim ersten Termin einen Zutritt in die Wohnung zu gewähren, wird ein zweiter Termin vergeben. Sollten die A+S-Mitarbeiter:innen auch zu diesem Termin keinen Zutritt bekommen, werden die Hauseigentümer:innen hierüber informiert.

Nun müssen die Hauseigentümer:innen für den Zutritt sorgen. Dieser neue Termin muss A+S immer gesondert bezahlt werden. Wenn eine Zutrittsverweigerung von den Wohnungsnutzer:innen ausgeht, so sind die Hauseigentümer:innen nach der aktuellen Rechtsprechung verpflichtet, sich Zugang über Zwangsvollstrecker:innen zu verschaffen. Dadurch entstehen hohe Kosten und diese Maßnahme führt zu Verärgerung auf allen Seiten. Aber nur so können die Hauseigentümer:innen den gesetzlichen Vorgaben nachkommen, Ablesungen oder Wartungsarbeiten an den Messgeräten / Rauchwarnmeldern vornehmen zu lassen.

Individuelle Terminwünsche

Selbstverständlich ist es auch möglich, einen individuellen Termin zu vereinbaren. Ähnlich wie bei der Bestellung eines Taxis werden aufgrund des der A+S entstandenen zusätzlichen Planungs- und Zeitaufwandes individuelle Terminwünsche den Wohnungsnutzer:innen berechnet.

Warum gibt A+S eine Zeitspanne an und sagt aber, dass die A+S-Mitarbeiter:innen nicht während der gesamten Zeitspanne vor Ort sind?

Angenommen, die A+S-Mitarbeiter:innen möchten die vorgesehenen Arbeiten in der Zeit zwischen 9 Uhr und 9:30 Uhr erledigen. Weiter angenommen, die gesamt benötigte Zeit beträgt ca. 15 Minuten. Bei der Planung wissen die A+S-Mitarbeiter:innen aber nicht, wie Witterung und Verkehrslage sind, wo und wann ein Parkplatz gefunden werden kann, wie sie vom Auto zur Nutzeinheit kommen etc. Wenn um 9:10 Uhr geklingelt und nicht geöffnet wird, dann fahren die A+S-Mitarbeiter:innen wieder. Sie warten nicht bis 9:30 Uhr. Allerdings wird auch nicht um 9:30 Uhr die Arbeit unvollendet abgebrochen, obwohl es einen nachfolgenden Termin gibt.